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Kein anderer Autor und Künstler in Deutschland steht so für die Verbindung von Literatur und Internet wie Reinhard Döhl. Dabei war die literarische Produktivmachung des weltweiten Rechnernetzes ab 1996 schon Döhls zweite Phase der Beschäftigung mit Poesie und Computer. Vor genau 50 Jahren begann in Stuttgart die Geschichte der Computerliteratur im Kreis um Max Bense, der Stuttgarter Gruppe/Schule, zu der Reinhard Döhl maßgeblich gehörte. Literatur und Strom, das Festival der Netzliteratur des Literaturhauses Stuttgart, versucht in seiner 3. Auflage in mehreren Annäherungen den Code Döhl zu knacken und Verbindungslinien zu ziehen von Reinhard Döhls konkreten Arbeiten zu seiner digitalen Poesie im Internet.



Literatur und Strom 3:
.....Code Döhl..... [27./28./29. Mai 2009]
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Flyer




Mittwoch, 27.05.09 um 20h

...ANAGRAMME – CALIFORNIAN SONATA...

Dörte Döhl, Petra von Olschowski, Johannes Zagrosek

Eröffnung der Ausstellung REINHARD DÖHL – ANAGRAMME, kuratiert von Dörte Döhl

Einführung: Petra von Olschowski
Musik: Johannes Zagrosek
Sprecherin: Christiane Maschajechi

Die von Dörte Döhl zusammengestellte Ausstellung, im Literaturhaus zu sehen bis zum 31. Juli, zeigt wichtige und unveröffentlichte Arbeiten aus Reinhard Döhls literarisch-konkreter Textproduktion.
Die Californian Sonata ist eine dialogische Komposition von Reinhard Döhl und dem Cellisten Johannes Zagrosek. Döhl schickte dabei 17 Postkarten mit Textanweisungen an Zagrosek, der auf dieser Basis die Californian Sonata ausführte. Christiane Maschajechi wird die Postkartentexte sprechen und Johannes Zagrosek die Californian Sonata aufführen.

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Donnerstag, 28.05.09 um 20h

...BOTNANG REVISITED...
Ulf Stolterfoht – Lesung

»zuerst wurden die poetiken außer kurs gesetzt/dann kam der reim abhanden/schließlich fehlten sogar die worte« (aus den botnanger sudelheften, Seite 66). Unter dem Titel botnang revisited hat Ulf Stolterfoht – für das Festival und für seinen neuen Gedichtband – neun verschiedene Wege ausprobiert, mit Reinhard Döhls Notizbüchern in Gedichten umzugehen, sie also für das eigene Schreiben fruchtbar zu machen. Und womöglich ging es dabei weniger darum, Poetik, Reim und Worten zu ihrem angestammten Recht zu verhelfen, als vielmehr darum, sich selbst, als Heslacher, das mysteriöse, legendenumrankte Botnang plausibel zu machen: »vor den motorsägen und rasenmähern der neuen heimat auf der flucht über die heslacher wand« (b.s., S. 90).

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Donnerstag, 28.05.09 um 21h

...SCHRIFTGESTALTUNG ALS SPRACHGESTALTUNG...
Experimentelle Poesie und Typographie von den 50ern bis zum elektronischen Graffiti
Florian Cramer – Vortrag

In den 1950er und 60er Jahren näherte sich die konkrete Poesie mit ihren schriftbildlichen "Konstellationen" dem Graphikdesign nicht nur äußerlich an, sondern entstand auch tatsächlich in engem Kontakt mit zeitgenössischer Typographie und Gestaltungslehre. Ähnliche Allianzen finden sich auch in der Fanzine-Kultur des Postpunk, der Netzpoesie und aktuellen subkulturellen Tendenzen wie dem elektronischen Graffiti. Der Vortrag gibt einen Überblick über diese Subgeschichte der experimentellen Schriften und beleuchtet Wahlverwandtschaften von Poesie und Typographie.

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Freitag, 29.05.09 um 20h

...KONKRET, DIGITAL, DÖHL...
Peter Weibel, Michael Lentz, Johannes Auer – Gespräch

Einführung: Johannes Auer

Michael Lentz, Peter Weibel und Johannes Auer zeigen Reinhard Döhl als wichtigen Pionier der algorithmischen Literatur und Kunst. Weibel leitet seit Januar 1999 das Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) in Karlsruhe. Neben seinen Tätigkeiten als Künstler und Kurator machten ihn seine Schriften zur Kunst- und Medientheorie international bekannt. Der Autor, Lautpoet und Musiker Michael Lentz ist seit 2006 Professor am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Er promovierte 1999 mit der zweibändigen Dissertation Lautpoesie/ -musik nach 1945. 2001 erhielt Lentz den Ingeborg-Bachmann-Preis (für seinen Text Muttersterben), 2005 den Preis der Literaturhäuser. 2007 erschien der Roman Pazifik Exil.

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Presse

Stuttgarter Zeitung, 27.05.2009
Stuttgarter Nachrichten, 28.05.2009
Stuttgarter Zeitung, 30.05.2009



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Kuratiert von Johannes Auer und Florian Höllerer

Literaturhaus Stuttgart
Breitscheidestrasse 4
70174 Stuttgart

Fon 0711 – 22 02 17 3
Fax 0711 – 22 02 17 48
www.literaturhaus-stuttgart.de

Stand Mai 09. Änderungen möglich

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